Gewässer & Umwelt


zur Entstehung:

Den Namen “Posthorn“ trug die alte Schenke zwischen Halle und Mötzlich. Im Mittelalter zogen hier die Karren und Wagen entlang, die hallesches Salz in nordöstliche Gebiete transportierten. Im 17.Jh. entstand ein kleines einstöckiges Anwesen mit einer bescheidenen Wirtsstube, in der Fuhrleute und Postillione Quartier machen konnten. Seit 1953/54 ist es geschlossen, aber aus dem Gedächtnis der Hallenser ist es trotzdem nicht verschwunden.

Als unterirdische Stollen des ehemaligen Braunkohletiefbaus um 1960 einbrachen, entstanden mehrere Senken, die sich schnell mit hoch anstehendem Grundwasser und nicht versickerndem Niederschlagswasser füllten. Der Abbau im Gebiet erfolgte von 1849 bis 1958. Nachdem der Bergbau Geschichte geworden ist, haben sich an den entstandenen Biotopen große Röhrichtbestände, Nasswiesen und Verlandungsbereiche mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt. So wurden 182 verschiedene Pflanzenarten, 94 Vögel- und 21 Libellenarten gezählt, darunter eine Vielzahl von Arten, die in die “Rote Liste“ aufgenommen wurden. Daher wird dieses Gebiet von vielen Naturliebhabern als Beobachtungsparadies geschätzt.

Der große Posthornsee hat eine Wasserfläche von ca. 21 ha und erreicht eine maximale Tiefe von ca. 3,3 m. Vom Gewässertyp her zählt der Posthornsee zum klassischen „“Hecht-Schlei-See“.

Folgende Fischarten leben im See:

Aal, Barsch, Brassen, Graskarpfen, Hecht, Karpfen, Karausche, Plötze, Rotfeder, Schleie, Zander 



Natur und Mensch im Einklang...


Seitens unseres Vereins werden zahlreiche Maßnahmen zur Pflege der Umwelt und des Gewässers sowie seiner Tierwelt durchgeführt.


So werden neben kontinuierlichen Gütemessungen des Wassers turnusmäßige Reinigungsarbeiten rund um den See durchgeführt. Bepflanzungen werden erneuert bzw. beschnitten.

Die Fischwaid im See wird gehegt und überwacht.


Sie ist wieder hier, in Ihrem Revier...

Durch vereinseigenen finanziellen Einsatz wurde im letzten Jahr damit begonnen die Karausche, ein Fisch der auf der “Roten Liste“ Sachsen-Anhalts steht, wieder im Gewässer einzubürgern. Diese Maßnahme soll kontinuierlich weitergeführt werden.


                   

Früher an Später denken...

Im ersten Winter 2008 wurden erstmalig Laichhilfen für Zander ausgelegt. Dabei wurden ehemalige Weihnachtsbäume beschwert und versenkt. Die Stellen wurden entsprechend gekennzeichnet. Im Frühsommer werden diese wieder dem Gewässer entnommen.